Felder, Wellen, Strahlung

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Umwelt- und Verbraucherorganisation
zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung

Bundesamt für Strahlenschutz

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Was ist »ElektrosmoG«?

Elektrosmog bezeichnet die Gesamtheit aller künstlich erzeugten elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder, die uns im Alltag umgeben. Quellen finden sich nahezu überall: von Hochspannungsleitungen, Trafostationen und elektrischen Geräten im Haushalt bis hin zu modernen Technologien wie WLAN-Routern, Mobiltelefonen und Smart-Home-Systemen.

Während viele Menschen keine akuten Beschwerden wahrnehmen, gibt es empfindliche Gruppen wie Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke, deren Organismus möglicherweise sensibler auf diese Felder reagiert. Vor allem Kinder, deren Nervensysteme sich noch in der Entwicklung befinden, sowie Menschen mit Vorerkrankungen könnten anfälliger für potenzielle Effekte wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder eine Beeinträchtigung des Immunsystems sein.

Ein bewusster Umgang mit Elektrosmog ist daher ratsam: Reduktion durch abschaltbare Steckdosenleisten, nächtliches Ausschalten von WLAN oder der Verzicht auf kabellose Geräte im Schlafzimmer kann die Belastung deutlich verringern. Prävention schützt nicht nur empfindliche Personen, sondern trägt auch zu einem gesünderen Lebensumfeld für alle bei.

Mit Elektrosmog werden verschiedene Arten von elektromagnetischen Feldern bezeichnet, die in unserer modernen Umgebung vorkommen. Dazu gehören:

Abschirmungsmaßnahmen gegen Elektrosmog sollten mit Vorsicht angegangen werden, da unsachgemäße Anwendungen das Problem sogar verstärken können. Es ist ratsam, vor der Durchführung von Maßnahmen eine professionelle Messung vornehmen zu lassen und die Abschirmung durch eine Fachfirma ausführen zu lassen.


Die Reduzierung der Strahlung in den eigenen vier Wänden sollte immer Priorität haben, da dies der effektivste Ansatz zur Minimierung der Belastung ist.

Schutzprodukte wie Neutralisierer oder Harmonisierer, die oft in Form von Anhängern, Armbändern, Chipkarten oder Mineralien angeboten werden, haben in der Regel keine wissenschaftliche Grundlage und können daher nicht empfohlen werden.

Licht

Sichtbares Licht, ist der Bereich des elektromagnetischen Spektrums, den das menschliche Auge wahrnehmen kann. Dieser Bereich, der zwischen UV- und Infrarotstrahlung liegt, erzeugt Helligkeits- und Farbeindrücke.

Die Wellenlängen des Lichts reichen bis zur Netzhaut im Auge, wo sie verarbeitet werden. Menschen können in der Regel Licht zwischen etwa 400 und 780 Nanometern sehen, wobei die Übergänge zu angrenzenden Bereichen fließend sind.

Licht beeinflusst uns weit mehr als nur unsere Sehfähigkeit – es steuert den zirkadianen Rhytmus, unsere innere Uhr. Natürliches Licht ist hierbei der Taktgeber: Es bietet eine dynamische Mischung aus Farbtemperaturen und Beleuchtungsstärken, die je nach Tageszeit von kühlem Morgenlicht (ca. 6.000 Kelvin) bis zum warmen Abendlicht (ca. 2.000 Kelvin) variiert. Diese Variabilität unterstützt den Schlaf-Wach-Rhythmus und fördert Konzentration oder Entspannung.

Künstliches Licht sollte sich daran orientieren. Eine hohe Farbwiedergabe (CRI >90) sorgt dafür, dass Farben authentisch wirken – ein entscheidender Faktor für visuelles Wohlbefinden. Ebenso wichtig ist die Spektralverteilung: Vollspektrumlicht, das dem Sonnenlicht nahekommt, minimiert negative Effekte auf die Gesundheit, etwa durch übermäßigen Blauanteil.

Bei der Leuchtmittelwahl sollte auf Flimmerfreiheit geachtet werden, was vor allem in Arbeitsumgebungen entscheidend ist, da unbemerktes Flimmern zu Ermüdung und Kopfschmerzen führen kann. Auch die Beleuchtungsstärke spielt eine Rolle: 500 Lux sind für Büroarbeitsplätze ideal, während für Entspannungszonen geringere Werte genügen.

radioaktivität und Radon

Radioaktivität ist ein natürliches Phänomen, bei dem instabile Atomkerne spontan zerfallen und dabei energiereiche Strahlung abgeben. Diese Strahlung kann verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel Alpha-, Beta- oder Gammastrahlung. Die Art der Strahlung hängt von den Eigenschaften des zerfallenden Atomkerns ab.

Die natürliche Strahlenbelastung setzt sich aus kosmischer Strahlung, Erdstrahlung und der Aufnahme radioaktiver Stoffe aus Nahrung, Luft und Wasser zusammen. Die Intensität variiert je nach geologischen und geografischen Bedingungen.

Radon ist ein farb-, geruch- und geschmackloses, radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Radium-226 entsteht. Dieses wiederum ist Teil der Uran-Zerfallsreihe, die natürlicherweise im Erdreich vorkommt. Radon (insbesondere die häufigste Isotopenform Rn-222) kann aus dem Boden aufsteigen und durch Risse, Fugen, Kabelkanäle oder unzureichend abgedichtete Böden in Gebäude eindringen. Es reichert sich in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen an und trägt signifikant zur Strahlenbelastung der Raumluft bei.

Die Hauptgefahr von Radon liegt in seinen Zerfallsprodukten, wie den Polonium-Isotopen. Diese sind radioaktive Partikel, die sich an Staub binden und in die Lunge gelangen können. Dort setzen sie energiereiche Alphastrahlung frei, die das Lungengewebe schädigt. Eine langfristige Belastung durch hohe Radonkonzentrationen erhöht das Risiko für Lungenkrebs erheblich – nach dem Rauchen ist Radon die zweithäufigste Ursache für diese Krankheit.